Belgien
Der Zivil- und Bevölkerungsschutz in Belgien ist föderal organisiert und wird von staatlichen, regionalen und lokalen Behörden gemeinsam getragen. Während der Brandschutz und ein Großteil der Rettungsdienste durch die Feuerwehrzonen auf lokaler Ebene sichergestellt werden, übernimmt der Staat über den Zivilschutz koordinierende und unterstützende Aufgaben im Katastrophenmanagement. Die Polizei ist seit der Reform von 2001 in eine integrierte Struktur aus föderaler Polizei und lokalen Polizeizonen gegliedert und für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit, die Gefahrenabwehr sowie die Strafverfolgung zuständig. Gemeinsam bilden diese Organisationen die zentralen Säulen des belgischen Sicherheits-, Rettungs- und Katastrophenschutzsystems.
Polizei
Die Geschichte der Polizei in Belgien reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück, als sich staatliche und kommunale Polizeistrukturen zur Aufrechterhaltung von Sicherheit und Ordnung entwickelten. Im Zuge umfassender Reformen wurde das belgische Polizeiwesen im Jahr 2001 grundlegend neu organisiert und in eine integrierte Struktur aus lokaler und föderaler Polizei überführt. Heute ist die Politie Fédérale gemeinsam mit den lokalen Polizeizonen landesweit für die Gefahrenabwehr, Strafverfolgung sowie die öffentliche Sicherheit zuständig. Eine bedeutende Spezialeinheit ist die Direction des unités spéciales (DSU), die auf Antiterrorismus, Geiselbefreiungen und besonders komplexe Einsatzlagen spezialisiert ist und durch verschiedene operative Komponenten eine schnelle Einsatzfähigkeit im gesamten Staatsgebiet gewährleistet. Gemeinsam bildet die integrierte Polizei mit ihren spezialisierten Einheiten eine zentrale Säule der inneren Sicherheit in Belgien.




